Die heutige Tour durch die Ahsewiesen mit einem Abstecher zur Vogelhütte Disselmersch brachte wieder einige interessante Beobachtungen. Erst war es sehr trübes Wetter und ich konnte gegen 7:30 Uhr aus der Ferne um die 100 auffliegende Kraniche sehen, die Richtung Nordost an mir vorbei abzogen. Dann klarte kurfristig der Himmel auf und es wurde heller. Die ersten Brachvögel ließen ihren Balzruf erklingen.
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| Kranich (Grus grus) |
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| Großer Brachvogel (Numenius arquata) |
Auffällig häufig sehe ich hier die dunkle Variante des Nutrias. Eigentlich ganz putzige Nager!
Die Feldhasen haben auf den großen Naturschutzflächen mehr Platz zum Laufen, als auf intensiv bearbeiteten Böden. Ich habe den Einduck, sie sind in den Ahsewiesen einen Hauch entspannter als sonst üblich.
Anscheinend hat sich ein Kanada-Ganter eine Hybridin (Kanadagans X Graugans) als Partnerin ausgesucht. Der Flügelschaden des Ganters macht ihn sicherlich flugunfähig, auch bei dem Weibchen scheint ein Stück vom Flügel zu fehlen. Sind diese Tiere eventuell von einem Hof in der Nähe geflohen, wo sie ein flugunfähiges Dasein fristen sollten, oder wurden Opfer von Raubtieren? Anschließend konnte ich jedenfalls insgesamt 3 auffällige Kanandagänse entdecken, die alle dieselbe Deformation aufwiesen.
Rotkehlchen sind auch in den Ahsewiesen allgegenwärtig. Dieser Vogel saß so günstig vor der Wiese im Hintergrund, dass es so aussieht, ich hätte eine farbige Wand dahinter aufgestellt.
Ein schönes Highlight zum Schluss meiner Tour: Eine sehr seltene Moorente, hier ein Weibchen, in Deutschland als Brutvogel so gut wie ausgestorben.