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Montag, 20. März 2023

Rotkehlchen

Dieses Rotkehlchen saß an einem kalten und regnerischen Tag in einer Hecke am Straßenrand und sang ein wenig vor sich hin. Ab und zu würgte es irgendwelche Beeren hervor und plusterte sich auf. Aus den vielen Aufnahmen, die ich machen durfte, habe ich dieses Portrait ausgewählt, da der Blick in die Kamera so direkt und ohne Scheu ist. 

Ab und zu fahre ich auf dem Nachhauseweg einen kleinen Abstecher durch das winzige Westhusen im Außenbereich des Heessener Waldes. Fast immer komme ich mit einer Entdeckung oder sogar mit einem Bild nach Hause, vorausgesetzt, das Equipment war dabei. 

 

Rotkehlchen (Erithacus Rubecula)





Samstag, 4. März 2023

Vorboten des Frühlings

Die heutige Tour durch die Ahsewiesen mit einem Abstecher zur Vogelhütte Disselmersch brachte wieder einige interessante Beobachtungen. Erst war es sehr trübes Wetter und ich konnte gegen 7:30 Uhr aus der Ferne um die 100 auffliegende Kraniche sehen, die Richtung Nordost an mir vorbei abzogen. Dann klarte kurfristig der Himmel auf und es wurde heller. Die ersten Brachvögel ließen ihren Balzruf erklingen.

Kranich (Grus grus)



Großer Brachvogel
Großer Brachvogel (Numenius arquata)


Auffällig häufig sehe ich hier die dunkle Variante des Nutrias. Eigentlich ganz putzige Nager!


Die Feldhasen haben auf den großen Naturschutzflächen mehr Platz zum Laufen, als auf intensiv bearbeiteten Böden. Ich habe den Einduck, sie sind in den Ahsewiesen einen Hauch entspannter als sonst üblich.


Anscheinend hat sich ein Kanada-Ganter eine Hybridin (Kanadagans X Graugans) als Partnerin ausgesucht. Der Flügelschaden des Ganters macht ihn sicherlich flugunfähig, auch bei dem Weibchen scheint ein Stück vom Flügel zu fehlen. Sind diese Tiere eventuell von einem Hof in der Nähe geflohen, wo sie ein flugunfähiges Dasein fristen sollten, oder wurden Opfer von Raubtieren? Anschließend konnte ich jedenfalls insgesamt 3 auffällige Kanandagänse entdecken, die alle dieselbe Deformation aufwiesen. 


Rotkehlchen sind auch in den Ahsewiesen allgegenwärtig. Dieser Vogel saß so günstig vor der Wiese im Hintergrund, dass es so aussieht, ich hätte eine farbige Wand dahinter aufgestellt.


Ein schönes Highlight zum Schluss meiner Tour: Eine sehr seltene Moorente, hier ein Weibchen, in Deutschland als Brutvogel so gut wie ausgestorben. 




Sonntag, 30. Oktober 2022

Kurzbesuch in den Ahsewiesen

 In der Hoffnung, vielleicht Kraniche zu sehen, hatte ich mich heute noch vor der Dämmerung aufgemacht. Ich konnte zwar keine rastenden Kraniche entdecken, aber das zunehmende morgendliche Licht, das sich über die Nebel legte, war ein toller Anblick. Feldhasen und Rehe waren längst wach und zunehmend erwachten auch Amseln, Buchfinken und Co. Einen hastigen Schwarm Kleinvögel konnte ich nicht identifizieren. Bemerkenswert war für mich eine stellenweise absolute Stille. Nur gelegentlich krähte irgendwo ein Hahn, eine Kuh muhte, oder eine weit entfernte Gans rief. Als ich die Ahsewiesen schließlich verließ, präsentierte sich doch noch ein hungriger Mäusebussard am Straßenrand auf einem Zaun.



 



Mittwoch, 19. Oktober 2022

Sie fliegen wieder: Kraniche

 Der Zug der Kraniche beginnt wieder. Ich habe heute die ersten Rufe in der Luft hören können.



Mit etwas Glück, guter Tarnung oder wenigstens ordentlichem Abstand können rastende Tiere früh morgens oder abends beobachtet werden. Ich erlebe oft, dass interessierte Vogelfreunde mit viel zu kurzen Brennweiten die Vögel aufscheuchen. Das ist ärgerlich für die sorgsamen Fotografen, denen das Wohl der Tiere wichtiger ist, als ein schnell geknipstes Foto, das sowieso nur aufgeschreckte Kraniche zeigt und dadurch vollkommen überflüssig ist.

 


 

Montag, 17. Oktober 2022

Gänse im Englischen Garten, München



 Ich hatte das Glück, einige Stunden Freizeit in München genießen zu können und bin mit leichtem Gepäck (210er Telezoom und kleines Carbonstativ) in den Englischen Garten gegangen. Meine Freude war groß, als ich mich einem Trupp Graugänse beim Äsen nähern konnte, die mit Streifengänsen und drei Nonnengänsen vergesellschaftet waren. Die Tiere wirkten sehr entspannt, da sie dort an Menschen gewöhnt sind. Lediglich die vielen, teils heranhetzenden Hunde waren problematisch und scheuchten die Vögel auf. Da ich aber in der Hocke ohne hektische Bewegungen ausharrte, kamen die Gänse immer wieder nah heran. Gelegentliche langsame Positionswechsel brachten Sie nicht aus der Ruhe. 

Neben einer größeren Population in Holland ist dies einer der wenigen wildlebenden Bestände an Streifengänsen in Europa, die eigentlich im asiatischen Raum beheimatet sind.  

 

linke Seite: Graugans | rechte Seite: Nonnengans




Streifengans


Streifengans


Streifengans
Hybriden zwischen Streifen und Nonnengans












Sonntag, 7. August 2022

Amsel - spätere Brut im Jahr


 Im Garten finden doch ab und zu kleine Erlebnisse statt: Als ich jetzt Anfang August eine Runde durch den Garten machte, hörte ich das typische Rufen einer jungen Amsel. Nach einiger Zeit kam das so gut wie ausgewachsenene Tier aus der Weißdornhecke und suchte auf dem Boden nach Essbarem. Ab und zu ließ es den Bettelruf ertönen, der aber von keinem Elterntier erhört wurde. Ich ging in die Hocke und "unterhielt" mich ein wenig mit dem Vogel. Er kam fast auf Armeslänge an mich heran und pickte weiter auf dem Boden herum, nur gelegentlich einen minimal misstrauischen Blick auf mich werfend. 

Langsam erhob ich mich und ging, um meine Kamera mit dem Bodenstativ (alte Bratpfanne mit schwerem Kugelkopf) und dem Tele zu holen. Auf dem Boden liegend konnte ich wieder die Annäherung des Vogels abwarten. Es gelangen mir einige wenige Aufnahmen, bis wieder die Hecke mit ihrer Anziehungskraft die Oberhand gewann. Das Tier war jedoch meistens so nah, dass die Naheinstellgrenze des Teles unterschritten wurde.

Das Bodenstativ ist übrigens sehr simpel herzustellen: Eine ausgediente und gesäuberte 28er Bratpfanne dient als Basis. Der angeschraubte Griff wurde entfernt. Durch den Pfannenboden habe ich ein Loch gebohrt, dass die Schraube zur Fixierung des alten Kugelkopfes aus meiner Fotokrabbelkiste durchlässt. Wichtig ist die konische Vertiefung des Lochs an der Außenseite des Bodens, damit der Schraubenkopf (Senkkopf) nicht vorsteht. Mit der Apparatur lässt sich auch ein schweres Objektiv über den Boden gleiten, ohne dass Sand und Erde, oder Feuchtigkeit an den Kugelkopf gerät.

Amsel, weibliches Jungtier




Hier noch einige weitere Amselfotos älteren Datums:





Das Gefieder sieht nicht gesund aus. Ob sich das Tier mit dem Usutu-Vierus angesteckt hat?
Dieses Amselmännchen ist ein Beispiel für den gelegentlich auftretenden Leuzismus, bei dem partiell Hautzellen keinerlei Farbpigmente bilden können. Reine Albinos sind dagegen u.a. an den roten Augen erkennbar. Diesen Vogel konnte ich zwei Sommer lang im selben Revier beobachten.


Montag, 18. April 2022

Rotkehlchen



Rotkehlchen

Ein ständiger Gast in Wälder, Gärten und Parks sind Rotkehlchen. Schon früh im Frühling erfreut uns der schöne Gesang. Die Vögel nutzen dafür auch hohe Singwarten auf Baumwipfeln. Ansonsten sind die Tiere eher Bewohner der tieferliegenden Bereiche. Ihre Nester bauen sie vornehmlich in Sträuchern. Bei der Gartenarbeit lohnt es sich, die Kamera griffbereit zu haben. Oft suchen die Vögel frisch bearbeitetes Gartenland auf, um nach Würmern, Spinnen und Insekten zu suchen. Dabei kommen sie einem manchmal recht nahe.

Sonntag, 17. April 2022

Bergfink

Bergfink

Bergfink

 

zum Vergleich: Buchfink, Männchen


 Die recht farbenfrohen Bergfinken tauchen als Mittel- und Langstreckenzieher oft zwischen Oktober und März auf. Gerade in Süddeutschland werden regelmäßig riesige Schwärme gesichtet, sie sich zum Schlafen versammeln. Gerne vergesellschaften sie sich auch mit anderen Finken und fallen Lainen daher kaum auf. Am ähnlichsten ist noch der Buchfink, wenn im Winter das Prachtgefieder noch nicht zum Vorschein kommt. Seltener bleiben Bergfinken den Sommer über bei uns. Noch seltener sind Bruten bei uns bekannt. Erstmalig in diesem Jahr konnte ich in unserem Garten bis zu 8 Bergfinken zählen (Sichtungen immer noch bei Erstellung dieses Beitrags). Die Vögel bleiben vielleicht hier und ziehen nicht weiter.

Nikon D7200, Tamron 150-600 mm

Samstag, 16. April 2022

Streitende Kormorane

Kormorane


 Der Kurpark in Hamm bietet oft interessante Motive. Mein Ziel zum Frühjahrsbeginn 2022 waren eigentlich die Kanadagänse, bei denen sich gute Portraits im Morgenlicht machen lassen. Auch Eichhörnchen kommen ab und zu vor die Linse gesprungen. Seitdem die Nutriapopulation drastisch reduziert wurde, sind diese etwas scheu geworden. Als ich jedoch am Wasserrand hockend Reiherenten ins Visier nahm, viel mir der unruhiger werdende Kormoran in den abgestorbenen Bäumen darüber auf. Ein schneller Schwenk mit der Kamera, fix die Belichtungskorrektur auf Überbelichtung gedreht und schon entbrannte auch der Streit zwischen dem ruhenden und dem anfliegenden Kormoran auf.
 
Nikon D7200, Tamron 150-600 mm G2, 1/1600, F 7,1, +2/3, ISO 720